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20. April 2009

"Mobil zum Spiel", Pressekonferenz am 20.04.2009

Katrin Tönshoff, Dietmar Hopp und Dietmar Pfähler (v. links nach rechts)

Dietmar Hopp: „Eine Auszeichnung für Jugendarbeit und Ehrenamt“
Ein ganzes Jahr lang: Jede Woche wird ein Busschlüssel übergeben
Bewertungssystem von Hansi Flick sorgt für gerechte Busvergabe

Bald werden die Mütter und Väter in der Metropolregion Rhein-Neckar ihre Fußball-Kids nicht mehr zu jedem Auswärtsspiel fahren müssen. 52 Vereine, die im Jugendfußball besonders engagiert sind, werden dafür von der Dietmar Hopp Stiftung in den kommenden zwölf Monaten besonders belohnt: mit einem „Mobil zum Spiel“. Dietmar Hopp:
„Wer sich für Jugendarbeit engagiert, leistet einen unverzichtbaren Dienst an unserer Gesellschaft. ‹‹Mobil zum Spiel›› soll diese Arbeit unterstützen und eine Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement sein.“

Hopp stellte die Aktion heute [20.04.2009] in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim vor.

Die Jugendarbeit im Sport ist Dietmar Hopp bereits seit Jahren ein ganz besonderes Anliegen:
„Ich habe in meiner Jugend erfahren, dass Sport einen Menschen positiv prägt. Man lernt Teamfähigkeit und Fairness, den Umgang mit Erfolgen ebenso wie mit Niederlagen. Inzwischen hat die medizinische Forschung sogar herausgefunden, dass Sport schlauer macht. Da müssen wir alle gemeinsam anpacken und vor allem diejenigen unterstützen, die sich ehrenamtlich im Jugendsport engagieren. Dafür steht ‹‹Mobil zum Spiel››.“

So funktioniert „Mobil zum Spiel“: Fußballvereine aus der Metropolregion Rhein-Neckar können sich unter www.mobil-zum-spiel.de um einen der 52 Mannschaftsbusse bewerben. Hierzu füllen sie ein Online-Formular aus, in dem insbesondere Fragen zur Jugendsportförderung und zum ehrenamtlichen Engagement zu beantworten sind. Der Fragebogen wird direkt an den zuständigen Sportkreis übermittelt, der die Angaben überprüft. Die Vereine, die sich für Jugendarbeit besonders engagieren, werden von ihrem zuständigen Fußballkreis auf eine Nominiertenliste gesetzt.

Anhand eines Gewichtungs-Schlüssels wird anschließend unter allen nominierten Vereinen eine Rangfolge ermittelt. Entwickelt wurde dieser Bewertungsschlüssel von Hansi Flick, Assistent von Fußballbundestrainer Joachim Löw. Flick hat auf Basis von Erkenntnissen des Deutschen Fußballbundes und seinen eigenen Erfahrungen Kennzahlen entwickelt, die die einzelnen Bewertungskriterien für ehrenamtliche Jugendarbeit im Fußballgewichten, so dass eine gerechte Vergabe der Mannschaftsbusse gewährleistet ist. Die 52 Vereine, die in Sachen Jugendarbeit und Ehrenamt besonders weit vorne sind, qualifizieren sich damit für ein „Mobil zum Spiel“.

Aus Dietmar Hopp spricht der begeisterte Fußballer, der früher selbst gekickt hat. Man spürt: Ein „Mobil zum Spiel“ hätte er sich für seine Jugend auch gewünscht:
„Wir sind damals mit dem Fahrrad gefahren. Wenn die Spiele ein bisschen weiter weg waren, dann wurden auch schonmal Busse angemietet. Da waren dann auch die Anhänger unserer Mannschaft mit drin gesessen und es war eine große Gaudi. Konzentration auf’s bevorstehende Spiel war da natürlich nicht möglich. Es war in meiner Jugend schlicht undenkbar, so etwas Tolles wie einen eigenen Mannschaftsbus zu haben.“

Das „Mobil zum Spiel“ gibt es in drei Fahrzeugtypen: Als Mercedes Benz Vito
Kombi, Volkswagen Transporter Kombi und Renault Trafic Kombi. Durch entsprechende Ausstattungsmerkmale haben alle drei Typen den gleichen Wert – zusammen genommen 2,05 Millionen Euro (Listenpreis). Die 52 Mannschaftstransporter sind jeweils 9-Sitzer und werden über drei Händler aus der Metropolregion Rhein-Neckar bezogen.

Hohe Priorität hat bei diesem Förderprogramm, dass sich die Mannschaftsbusse gleichmäßig auf die Metropolregion Rhein-Neckar verteilen. Deshalb wurde den 16 Sportkreisen in der Metropolregion eine feste Anzahl von Mannschaftsbussen gemäß ihrer Mitgliederzahl zugeteilt.

Jede Woche wird ein „Mobil zum Spiel“-Autoschlüssel übergeben. Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung: „Wir freuen uns, wenn die Vereine dieses Event zum Anlass nehmen, sich selbst und ihre Jugendarbeit sichtbar zu machen und zu präsentieren. Das kann vom klassischen Tag der offenen Tür bis hin zu einer ausgelassenen Mannschaftsbus-Party reichen. Hauptsache die Vereine zeigen: Seht her, bei uns gibt es viele Ehrenamtliche, die sich für die Jugendarbeit eingagieren. Das ist eine lohnenswerte Sache!“ Das „Mobil zum Spiel“ wird diese Botschaft dann in die Metropolregion und darüber hinaus tragen.

In den vergangenen 14 Jahren hat die Dietmar Hopp Stiftung Projekte im Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro gefördert. „Mobil zum Spiel“ ist das erste eigenständig entwickelte Programm. Die Stiftung fördert ansonsten Vorhaben, die an sie herangetragen werden. Geschäftsstellen-Leiterin Katrin Tönshoff:
„Wir erhalten jeden Monat zahlreiche Briefe von Vereinen aus der Metropolregion Rhein-Neckar mit der Bitte um Unterstützung. ‹‹Mobil zum Spiel›› ist eine Antwort darauf.“

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